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Kritik an Pipeline-Stiftung

Ich gebe zu, dass mich der Stiftungsname auch schon ein wenig verwundert hat, aber darum geht es hier nicht. Es geht darum, dass - auch nach meiner Überzeugung - von der Politik alles nur Mögliche getan werden sollte, um dieses für Deutschland und Europa so bedeutsame Energieinfrastruktur-Projekt so kurz vor seiner Fertigstellung zu Ende zu bringen. Wenn schon aus Berlin und Brüssel hier keine ernsthaften Signale gegen die Sanktionspolitik des Trump-Amerika gesendet werden, versucht wenigstens unsere Landesregierung alles, um das Projekt zu unterstützen. Ob die Stiftung eine geeignete Maßnahme ist, wird sich zeigen. An dieser Stelle bin ich Frau Schwesig und der Landesregierung wirklich dankbar für diese Konsequenz.

Und jetzt zu den Kritikern: nach meiner Einschätzung ausnahmslos wirtschafts- und energiepolitisch inkompetent und ausschließlich dem Klimaaktionismus und Antirussismus verfallen. Diesen Leuten eine derart große Bühne in den Medien zu geben, ist trotz Meinungsfreiheit unverantwortlich!

Dagegen gibt es viele gute Gründe dafür, der Energiegewinnung aus Erdgas als Brückentechnologie“ für unsere Energiebilanz nach Abschaltung unserer Atom- und Kohlekraftwerke ein Hauptaugenmerk zu schenken: moderne Gaskraftwerke (GuD-Kraftwerke) haben gegenüber Kohlekraftwerken einen Wirkungsgrad von 60% (gegenüber 35…40%) und eine deutlich geringere CO2- Emission von 35…  50% (gegenüber 100%). Und wir werden das Energiedefizit nach Abschaltung der Atom- und Kohlekraftwerke nicht durch erneuerbare Energien ersetzen können. Und es gibt darüber hinaus auch noch einige wichtige wirtschaftspolitische Gründe: die Pipeline ist zu 94% fertiggestellt, von den 1225 km Gesamtlänge fehlen gerade noch 75 km. Es wäre geradezu wirtschaftlicher Schwachsinn und ein Milliardenverlust auch für deutsche und europäische Unternehmen, das Projekt einzustellen. Und nicht zuletzt: Russland hat sich über Jahrzehnte als ein außerordentlich zuverlässiger Gaslieferant erwiesen. Warum sollte sich das mit Nord Stream 2 ändern? Aber genau das sind eben auch das Problem der Projektkritiker – Putin und seine Gas- Millionen! Die BILD schreibt im Zusammenhang mit der Stiftungsgründung: „Kein Scherz:  Deutsches Steuergeld verschmilzt in einer staatlichen Stiftung mit russischem Blut-Rubel“. Das ist doch an Absurdität kaum noch zu überbieten!

Ich würde mir wünschen, dass unsere Politik, aber auch unsere Medien ein wenig mehr Realitätssinn an den Tag legen würden. Sie sollten dazu vielleicht auch einfach öfter mal die Menschen fragen!

 

Neuendorf, 10.Januar 2021

Werner Senf

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